BBB-Fahrten 2023. Einmal Südtirol reichte nicht...

Marie Knab am 22.09.2023

BBB Suedtirol 3

Die schnellen und zahlreichen Anmeldungen für die erste Reise (5 Tage) bewogen uns dazu, eine zweite, zielgleiche Fahrt (4Tage) anzubieten. 80 Teilnehmer begaben sich Anfang und Mitte September auf die Reise.

Für eine abwechslungsreiche Anreise sorgte die Fahrt durch das Inntal hinauf zum Reschenpass und durch das schöne Vinschgau im oberen Etschtal. Die Würstelpause konnte bei strahlendem Sonnenschein direkt am Grauner Kirchturm am Reschensee eingenommen werden. Weiter ging es nach Meran in Richtung Bozen nach St. Pauls bei Eppan.

Das Gründerduo von Profarms erklärte die Anzucht, Verwendung und Vermarktung ihrer Microgreens. Unterirdisch in verschiedenen Räumen und ausgeklügeltem Einsatz von Wärme, Licht und Wasser wachsen die Samen, auf Hanf- und Schafwollmatten, aus unterschiedlichsten Gemüse- und Kräutersorten. Sie sind größer als Sprossen, aber kleiner als Jungpflanzen. Bei der Kostprobe entdeckten wir den intensiven, frischen und sortentypischen Geschmack. Vertrieben werden sie auf kurzem Weg in die Gourmetrestaurants Südtirols für Salate, Suppen, Verzierungen und vieles mehr. Anschließend fuhren wir durch das Eisacktal nach Brixen und weiter ins Pustertal zu unserer Unterkunft auf dem Moarhof im Weitental.

Am nächsten Tag, nach dem täglichen Morgenlob, besuchten wir den Betrieb Hanf Ecopassion in Bruneck und St. Lorenzen. Er gilt als Südtiroler Pionier bei der Wiederbelebung der Nutzhanf-Tradition. Am duftendem Hanffeld erfuhren wir viel über den Anbau, Ernte, Regenerierung der Böden ohne Pestizide und die Weiterverarbeitung. Jedes Teil der Pflanze wird genutzt, von Kosmetikprodukten, CBD-Extrakten, Nahrungsmittel über Medizinprodukten bis zu Stoffen und Baumaterialien. Nach einer Kostprobe von Hanfbrot und Hanföl führte die Fahrt auf den fast 1500 m hochgelegenen, wunderschönen Pragser Wildsee auch „Perle der Dolomitenseen“ genannt. Vorbei am alten Grandhotel mit Kapelle nutzten viele für einen Rundgang oder stillem Verweilen am See.

Für die erste Gruppe war der Sonntag, nach dem Gottesdienst in Weitental, dem Knödelfest in der schönen, alten Handelsstadt Sterzing verschrieben. Ca. 50 verschiedene Knödel konnten auf einer 500 m langen Tafel in der Altstadt probiert werden, klangumrahmt von hochrangigen Musikkapellen und kleineren Musikgruppen. Nach der pünktlichen Abfahrt überraschte die Reisebegleitung noch mit einer Fahrt zum entlegenen Bergdorf nach Pfunders. Die Kirche St. Martin auf dem Berg mit dem einzigartigen Friedhof, bestehend aus schmiedeeisernen Kreuzen und der herrlichen Rundsicht auf die Pfunderer Berge, bleibt sicher noch lange in Erinnerung.

Maria Weissenstein in den imposanten Dolomiten war tags darauf das Ziel. Begrüßt wurden wir von einem Pater des Servitenordens, der uns in einer kurzen Führung die Geschichte des Wallfahrtsortes sowie die Kirche „Unsere Liebe Frau“ näherbrachte. Nach dem Mittagessen und freier Zeit, schloss die Gruppe den Besuch mit einer Marienandacht in der Kirche ab. Auf der großen Dolomitenstraße ging es vorbei an Obst- und Weinplantagen zurück nach Auer, wo sich das Etschtal ganz weit ausbreitet und uns einen herrlichen Panoramablick bescherte. Durch das mediterrane bis subtropische Klima gedeihen hier auch Zitronen und Palmen.

Am letzten Tag fuhren wir nach Pertisau an den Achensee und besichtigten die Dokumentation in der gläsernen Pyramide: „Vitalberg von Pertisau“. In der Gegend wird seit 1902 im Tagebau Ölschiefer abgebaut, aus dem das so genannte Tiroler Steinöl gewonnen und zu kosmetischen und medizinischen Produkten verarbeitet wird.

Die Heimreise erfolgte bei herrlichem Wetter bei der 1. Fahrt durch das Achental und entlang am westlichen Ufer des Tegernsees. Die 2. Fahrt musste wegen starkem Regen leider über die Inntalautobahn erfolgen.

Theresia Göppinger bedankte sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Pünktlichkeit und die gute Gemeinschaft. Ein großes Lob ging auch an den beliebten Busfahrer und KLB-Mitglied Dani Keneder für das umsichtige und sichere Fahren, sowie an Ute Kapfhammer und Marie-Theres Knab vom KLB-Büro Passau für die Unterstützung in der Vorbereitung. Den zufriedenen, gutgelaunten Teilnehmern wünschte sie alles Gute und viel Glück, in der Hoffnung, dass die vielen Eindrücke und Begegnungen noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Text: Theresia Göppinger

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