"ES GEHT! GERECHT." Kreuzweg der Weltkirche

Marie Pfoser am 07.04.2022

Info Icon Kölbl/Dankesreiter

3 April 2022. Misereor-Kreuzweg der Weltkirche am Kalvarienberg in Hauzenberg unter dem Motto "ES GEHT! GERECHT."

Der Kreis­vor­sit­zen­de Johan­nes Schmidt durf­te ver­gan­ge­nen Sonn­tag gut 40 Teil­neh­me­rIn­nen beim Welt­kir­che-Kreuz­weg der KLB begrü­ßen. Trotz leich­ten Schnee­falls bestie­gen die ver­sam­mel­ten Gläu­bi­gen den Kalvarienberg.

Maria Kölbl stell­te die 14 Sta­tio­nen sym­bo­lisch als Kreu­zun­gen dar. An die­sen stockt der Zug aus Sol­da­ten und Voll­zugs­mit­ar­bei­tern, Gaf­fern oder Kata­stro­phen­tou­ris­ten, die es sicher auch damals schon gab. Men­schen, die Anteil neh­men an dem grau­sa­men und unge­rech­ten Schick­sal Jesu, tre­ten an den Kreu­zun­gen her­vor. Für die einen ist das Lei­den ande­rer ein schö­nes Unter­hal­tungs­pro­gramm, ande­re erfül­len als Sol­da­ten und Befehls­emp­fän­ger nur ihre Pflicht. Eini­ge las­sen sich von dem Lei­den mit­neh­men und ver­su­chen zu lin­dern, zu hel­fen oder Bei­stand zu geben.

Die­ser Kreuz­weg des Bischöf­li­chen Hilfs­werks für Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit soll­te — 
stell­ver­tre­tend für die Bewoh­ne­rIn­nen süd­li­cher Län­der — Men­schen von den Phil­ip­pi­nen und aus Ban­g­la Desh eine Stim­me geben, die Wege aus der Kli­ma­kri­se suchen. Der Kli­ma­wan­del und mit ihm ver­bun­de­ne Kata­stro­phen rie­fen in den Län­dern schon mehr­mals Leid her­vor, die eigent­lich am Wenigs­ten zu den Ursa­chen bei­tra­gen.
Beson­ders für uns Chris­ten stellt sich da die Fra­ge: Schau­en wir zu? Ruft es uns zum
Han­deln?

In den Besin­nungs­tex­ten wur­de u. a. gefragt: Wel­ches Kreuz tra­gen die Men­schen auf den Phil­ip­pi­en? Zitiert wur­de bei­spiels­wei­se bei der Sta­ti­on ​„Jesus nimmt das Kreuz auf sich“ Maria Abar­ra­tu­gue von einer dor­ti­gen Mise­re­or-Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on. Sie sagt: 

„„Manch­mal fällt es mir schwer zu schla­fen, wenn es stürmt, denn die Stür­me sind jetzt anders. Die Stür­me töten nicht mehr nur Hun­der­te, son­dern Tau­sen­de von Men­schen­le­ben. In den armen städ­ti­schen Gemein­den und Vier­teln leben die am meis­ten betrof­fe­nen Menschen“.”

Nach die­sem Ein­wurf einer Betrof­fe­nen folgt im Wech­sel von Vor­be­ter und Teil­neh­mern ein Psalm­ge­bet und Für­bit­ten, wie z. B. ​„Herr, gib uns Kraft und Aus­dau­er, unser Kreuz zu tra­gen und gegen Unge­rech­tig­kei­ten anzu­ge­hen.“ — In die­ser Form wur­den acht von den vier­zehn Sta­tio­nen medi­tiert. Die Tex­te und Betrach­tun­gen ver­mit­tel­ten eine Bot­schaft: ​„Dem Kli­ma­wan­del kön­nen wir mit Ände­rung des Lebens­stils begeg­nen. — Es Geht. Gerecht.“

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