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"Friede ist alle Wege in Gott"

Marie Knab am 23.09.2022

2022 Reisegruppe KLB Flüeli Johannes Schmidt
Die Passauer Pilgergruppe vor der Zelle von Bruder Klaus

Friedenswallfahrt der KLB zu Bruder Klaus und Dorothee nach Flüeli, Schweiz von 2. - 5. September 2022

Frie­de ist alle Wege in Gott, denn Gott ist der Frie­de. Und Frie­de will nicht gestört wer­den. Unfrie­de aber wird zer­stört.“ Die­se über­lie­fer­te Aus­sa­ge von des Hei­li­gen Bru­der Klaus von Flüe stand als Mot­to über der Frie­dens­wall­fahrt der Katho­li­schen Land­volk­be­we­gung im Bis­tum Pas­sau, die Anfang Sep­tem­ber statt­fand. Ein­und­drei­ßig Teilnehmer*innen aus der gan­zen Diö­ze­se fan­den sich zusam­men, von Regen über Pas­sau, Rot­tal und dem Raum Alt­öt­ting. Unter der Rei­se­lei­tung von Johan­nes Schmidt setz­ten sie sich mit der Frie­dens­bot­schaft des Niklaus von Flüe und sei­ner Frau Doro­thee aus­ein­an­der und bete­ten um Frie­den in der Welt. Geist­li­che Beglei­te­rin war die Diplom-Theo­lo­gin und neue Lei­te­rin der Land­volks­hoch­schlu­le Nie­der­al­teich Bar­ba­ra J. Th. Schmidt.

2022 Ranft Flüeli Johannes Schmidt
Der „Kraftort“ Flüeli-Ranft mit der Zelle von Bruder Klaus von Flüe und Wirkungsort von seiner Frau Dorothee Wyss war Ziel der Friedenswallfahrt der KLB Passau.

Nach einer kur­zen Andacht in der Auto­bahn­ka­pel­le Win­dach bei Lands­berg und im Bus wur­de die Pil­ger­grup­pe durch Impul­se von Bar­ba­ra Schmidt am ers­ten Tag ein­ge­stimmt auf das The­ma der Wall­fahrt und auf Bru­der Klaus und Doro­thee, die von Katho­li­scher Land­volk­be­we­gung KLB und Katho­li­scher Land­ju­gend­be­we­gung KLJB als Patro­ne ver­ehrt wer­den. Nach der Ankunft blieb noch etwas indi­vi­du­el­le Zeit, sich auf den Kraft­ort Flüeli“ ein­zu­stel­len, bevor eine Abend­im­puls in der Haus­ka­pel­le im Hotel Klau­sen­hof“ einen offi­zi­el­len Schluss­punkt setz­te. Begin­nend mit einem kur­zen Mor­gen­lob in der Haus­ka­pel­le medi­tier­te die Pil­ger­grup­pe den Weg der Visio­nen, der von Geburts­haus und Wohn­haus in Flüeli über die Mat­ten zur Grab­kir­che von Bru­der Klaus nach Sach­seln führt. Bar­ba­ra Schmidt trug hier die den Sta­tio­nen zuge­schrie­be­nen Tex­te vor und inter­pre­tier­te sie. 

Eine Füh­rung durch den För­der­ver­ein Bru­der Klaus und Doro­thee Wyss durch Grab­kir­che und Grab­ka­pel­le brach­te das hei­lig­mä­ßi­ge Ehe­paar allen noch näher. Auf­schluss­reich war auch der Besuch des Bru­der-Klaus-Muse­ums in Sach­seln.
Am Nach­mit­tag pil­ger­te dann die Grup­pe in die Ranft­schlucht zur Ein­sie­de­lei von Bru­der Klaus. In einer Wort­got­tes­fei­er in der Kapel­le neben der Zel­le des Ein­sied­lers bat die Grup­pe um Frie­den in der Ukrai­ne und in allen ande­ren Kriegs­her­den der Welt.
In der Aus­le­gung des Tages­evan­ge­li­ums, das vom Dis­put der Pha­ri­sä­er mit Jesus berich­te­te, weil die Jün­ger an einem Sab­bat durch die Korn­fel­der gin­gen und Ähren abris­sen und aßen, um ihren Hun­ger zu stil­len beton­te Bar­ba­ra Schmidt, dass es den Pha­ri­sä­ern wohl ums Prin­zip ging, um enge Geset­zes­aus­le­gung. Der Sab­bat sei als Ruhe­tag eigent­lich als Wohl­tat gedacht, bei dem es um mehr als um Frei­zeit geht. From­me jüdi­sche Fami­li­en fei­ern den Sab­bat als Tag der Freu­de am Bund mit Gott, als ein Geschenk der Frei­heit. Die Pha­ri­sä­er mach­ten aus dem Geschenk ein Gesetz. Aus dem du darfst“ wur­de ein du musst“. Jesus aber ver­deut­licht mit sei­ner Ver­tei­di­gung des Kör­ner Essens um den Hun­ger zu stil­len, das der Mensch mit sei­nen Bedürf­nis­sen wich­ti­ger ist als blo­ße Befol­gen des Gesetzes. 

Schaut man sich in Flüeli um, fällt immer wie­der der Blick auf das Berg­mas­siv des Pila­tus, der mit sei­nen 2132 m ein­drucks­voll über Luzern und dem Vier­wald­stät­ter See empor­ragt. Die­ser impo­san­te Gip­fel war am zwei­ten Tag Ziel der Pil­ger­grup­pe, um die Schön­heit der Schöp­fung zu bewun­dern. Mit der steils­ten Zahn­rad­bahn der Welt (48 % Stei­gung) ging es am zwei­ten Auf­ent­halts­tag in Flüeli von Alp­nach­stad hin­auf zur Berg­sta­ti­on, von wo man einen herr­li­chen Blick in das Schwei­zer Vor­al­pen­land Rich­tung Zürich, auf den Vier­wald­stät­ter See und die Inner­schwei­zer Berg­welt genie­ßen konn­te. Das Gip­fel­pla­teau ist mit in die Fel­sen geschla­ge­nen Wegen und Tun­nel so erschlos­sen, dass auch Leu­te mit Geh­pro­ble­men die Erha­ben­heit der Berg­welt bestau­nen konn­ten. Am Nach­mit­tag besich­tig­te die Pil­ger­grup­pe noch das Geburts- und Wohn­haus von Niklaus von Flüe im Ort Flüeli. 

Ein spi­ri­tu­el­ler Höhe­punkt war die Wort­got­tes­fei­er mit Aga­pe­fei­er am Spät­nach­mit­tag in der Haus­ka­pel­le des Hotels Klau­sen­hof, gelei­tet von Bar­ba­ra Schmidt. Bezug­neh­mend auf die Lesun­gen und das Evan­ge­li­um des Tages, stell­te Bar­ba­ra Schmidt in ihrer Anspra­che fest, dass man mit Doro­thee und Bru­der Klaus zwei Men­schen vor Augen habe, die viel los­ge­las­sen haben. Die­ses Los­las­sen bedeu­te­te Frei­heit, aber kei­ne Frei­heit, die sich alle Mög­lich­kei­ten offen hält, son­dern eine Frei­heit, die sich von Besitz, Kar­rie­re, Sicher­hei­ten und Gebor­gen­heit trennt. Bru­der Klaus und Doro­thee leb­ten aus einem tie­fen Gott­ver­trau­en. Des­halb haben sie im Gebet auf Gott gehört und die gewohn­ten Wege ver­las­sen. Auch unse­re Zeit brau­che Gott­ver­trau­en, Besin­nung und Beson­nen­heit, um eine Zukunft für alle Men­schen und Geschöp­fe zu haben. Bru­der Klaus gewann in der Stil­le der Ein­sie­de­lei und in sei­nem Suchen nach dem Einig-Wesen“ mit Gott die Weis­heit dafür. Dies kann auch uns heu­ti­gen Men­schen in Kir­che und Gesell­schaft, Poli­tik und Wirt­schaft Vor­bild, Inspi­ra­ti­on und Hoff­nung sein. 

Den Abend nutz­ten etli­che Teilnehmer*innen, um noch ein­mal das beson­de­re Flair des Kraf­t­or­tes“ Flüeli mit der Mel­chaschlucht Ranft auf sich wir­ken zu las­sen. Auf der Heim­fahrt wur­de noch kurz Sta­ti­on gemacht bei der Hoh­len Gas­se“ in Küss­nacht und in Ein­sie­deln. Eine Abschluss­an­dacht noch­mals in der Auto­bahn­ka­pel­le Win­dach been­de­te die rund­um gelun­ge­ne Pil­ger­fahrt der Kath. Land­volk­be­we­gung Pas­sau. Für die umsich­ti­ge und siche­re Fahrt und den guten Ser­vice wäh­rend der Fahrt dank­te Rei­se­lei­ter Johan­nes Schmidt dem Bus­fah­rer Klaus Hei­nin­ger. 2024 soll vor­aus­sicht­lich die nächs­te Wall­fahrt stattfinden.

Text und Fotos: Johan­nes Schmidt

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