Katholische Landvolkbewegung trauert um Domkapitular Manfred Ertl

P. R. am 25.05.2020

Domkapitular Msgr. Manfred Ertl ist gestorben. Er starb völlig unerwartet am Feiertag Christi Himmelfahrt (21.5.2020) im Alter von 68 Jahren.

Der uner­war­te­te Tod von Dom­ka­pi­tu­lar Man­fred Ertl löst tie­fe Trau­er in der KLB Pas­sau aus. Man­fred Ertl hat­te stets ein offe­nes Ohr für die Sor­gen der Fami­li­en auf dem Land. ​“Wir alle haben ihn sehr geschätzt, mit sei­nen Ecken und Kan­ten, war er immer für die KLB da. Mit ihm ver­lie­ren wir einen wah­ren Weg­be­glei­ter”, sagt Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Fran­zis­ka Rauschecker. 

Der aus Lal­ling stam­men­de Man­fred Ertl wur­de 1980 zum Pries­ter geweiht. ​„Freu­de ist die Grund­hal­tung derer, die ihr gan­zes Leben auf Gott aus­ge­rich­tet haben.“, die­sen Spruch ließ er auf sein Pri­miz­bild dru­cken. Er war Kaplan in Rott­hal­müns­ter. 1984 wur­de er Kran­ken­haus­pfar­rer in Burg­hau­sen. Als ers­ter Diö­ze­san­seel­sor­ger für die Pfle­ge­be­ru­fe bau­te er deren Betreu­ung und Fort­bil­dung auf. 1992 wur­de er Pfar­rer in Arnstorf, war lan­ge Jah­re auch Dekan im Deka­nat Pfarr­kir­chen. Der enga­gier­te Seel­sor­ger, der offen auf die Men­schen zuging und sich Zeit für ihre Anlie­gen nahm, kam 2002 in das Dom­ka­pi­tel zum hei­li­gen Ste­pha­nus in Pas­sau. Von 2002 bis 2011 stand er an der Spit­ze des Diö­ze­sanca­ri­tas­ver­ban­des, zudem wur­de er von 2007 bis 2012 in den Päpst­li­chen Rat ​„Cor unum“ berufen. 

Man­fred Ertl war zuletzt für die kate­go­ria­le Seel­sor­ge in den Ver­bän­den ver­ant­wort­lich, für die Diö­ze­san­pil­ger­stel­le und Bischöf­li­cher Beauf­trag­ter für den Diö­ze­san­rat sowie die Öku­me­ne und für Mis­si­on und Welt­kir­che. Hier­aus ergab sich die inten­si­ve Zusam­men­ar­beit mit der KLB. Im Sin­ne von ​“Lau­da­to si” ver­mit­tel­te er uns das Evan­ge­li­um und enga­gier­te er sich in den ver­band­li­chen Ange­le­gen­hei­ten mit viel Wohl­wol­len. Sein Witz und Humor konn­te oft auch ange­spann­te Momen­te über­brü­cken und aus­glei­chen. Wir erleb­ten mit ihm einen Pries­ter und geist­li­chen Beglei­ter, der den Men­schen nahe war. 

Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB wür­dig­te den Ver­stor­be­nen ​„als einen über­aus geschätz­ten Seel­sor­ger mit gro­ßer Erfah­rung. Sei­ne vie­len Kon­tak­te in vie­len Berei­chen, vor allem auch im Bereich der Öku­me­ne, waren stets hilf­reich für unse­ren Dienst in der Kir­che. Ich durf­te in ihm einen immer den Men­schen zuge­wand­ten Pries­ter erle­ben, der sei­ne vie­len Auf­ga­ben mit Freu­de, Gelas­sen­heit und gro­ßer Loya­li­tät erfüllt hat.“

Die KLB bit­tet um das Gebet für den Ver­stor­be­nen. Gott schen­ke ihm Anteil an sei­nem ewi­gen Reich. (klb/​pbp)

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