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"Wir werden dich in unserem Herzen mitnehmen"

Philipp Roos am 03.05.2021

Schauer info-icon-20px KLB

In Neuötting verabschiedeten sich über 50 Weggefährten und Freunde von ihrem langjährigen Landvolkseelsorger Lorenz Rauschecker.

Dom­ka­pi­tu­lar, Dekan und Land­volk­s­eel­sor­ger des Land­krei­ses Alt­öt­ting, Heri­bert Schau­er, konn­te dabei auch Fami­lie Rothen­ai­cher sowie die Schwes­ter von Lorenz Rau­sche­cker begrü­ßen. Nach einem wun­der­schö­nen Mozart­stück zum Ein­gang mit Orgel und Gei­ge fei­er­ten wir einen wür­de­vol­len und lie­be­vol­len Gedenk­got­tes­dienst. An der Orgel zeig­te der bekann­te André Gold sein Kön­nen. Da Lenz ein Mozart­lieb­ha­ber war, ließ er immer wie­der Stü­cke davon ein­flie­ßen. Zufäl­lig pass­te an die­sem Tag auch die Tages­le­sung aus der Apos­tel­ge­schich­te zu Lenz, indem der Herr zu Sau­lus sag­te: Dich habe ich mir als Werk­zeug aus­ge­wählt, dass du mei­nen Namen in aller Welt bekannt machst.“ 


Nach dem Got­tes­dienst folg­ten noch Nach­ru­fe von der Diö­ze­san­vor­sit­zen­den Fran­zis­ka Rau­sche­cker, der KLB-Refe­ren­tin The­re­sia Göp­pin­ger und dem ehe­ma­li­gen KLB-Refe­ren­ten und Weg­ge­fähr­ten Sepp Rot­ten­ai­cher. Wäh­rend der Anspra­chen wur­den Bil­der von Lenz auf einer Lein­wand gezeigt uns nach jedem Bei­trag spiel­te und sang André Gold eine Stro­phe des Lie­des Möge die Stra­ße uns zusammenführen…“.

Hier der Nach­ruf der Land­volk-Bil­dungs­re­fe­ren­tin The­re­sia Göp­pin­ger im Wortlaut: 


Lie­be Trauergemeinschaft, 

als Mit­ar­bei­te­rin der KLB-Pas­sau möch­te ich Ihnen lie­be Fami­lie Rothen­ai­cher, lie­be Anna mein tie­fes Bei­leid aus­spre­chen. Ich bin sehr trau­rig, dass Lenz nicht mehr unter uns ist. Er war ein gro­ßer, her­zens­gu­ter Seel­sor­ger, Hir­te und ver­trau­ens­vol­ler Freund. Für unse­re KLB war er ein Visio­när, mit sei­ner Weit­sicht und Fröh­lich­keit hat er uns immer begeis­tert und vor­an­ge­trie­ben“. Ich hat­te das gro­ße Glück, Lenz schon in mei­ner Land­ju­gend­zeit ken­nen­ler­nen zu dür­fen, den Auf­bruch in unse­rer Kir­che, damals mit ihm, wer­de ich nie ver­ges­sen. Er konn­te uns alle mit­reis­sen, wir haben viel von ihm gelernt und er wur­de von allen sehr geschätzt. Ein gro­ßes Anlie­gen waren ihm u. a. die bäu­er­li­chen Fami­li­en. In sei­ner Zeit bei der KLB und in der LVHS erfuhr er von den vie­len Nöten und Pro­ble­men auf den Bau­ern­hö­fen und sah hier Hand­lungs­be­darf. 1991 setz­te er sich beim GV Hütt­ner für die Schaf­fung der länd­li­chen Fami­li­en­be­ra­tung in der Diö­ze­se Pas­sau ein. Wir waren damals die ers­ten in Bay­ern und ohne Lenz wäre es nichts gewor­den. Sepp Gru­ber wur­de ein­ge­stellt und nach­dem die Hil­fe­su­chen­den immer mehr wur­den, begann 1996 eine Aus­bil­dung für wei­te­re Bera­ter. Eine wich­ti­ge Bera­tungs­stel­le, die bis heu­te besteht und wei­ter aus­ge­baut wird. Vie­le Pil­ger­rei­sen orga­ni­sier­te und beglei­te­te er nach Isra­el und zu Bru­der Klaus nach Flüeli. Mit sei­nem gro­ßen musi­ka­li­schen Talent und sei­ner schö­nen Stim­me von Bass, spä­ter zu Tenor, ermun­ter­te er immer alle, fest mit­zu­sin­gen, jeder kann sin­gen, macht den Mund auf und lasst die Luft raus“ sag­te er oft. Er durf­te das sagen, denn bei ihm spür­te man, dass er die Men­schen liebt. Oder: … Wenn ihm gro­ße Bewun­de­rung ent­ge­gen­ge­bracht wur­de, sag­te er oft in sei­ner Demut: Geh spinnts ned a so“. 11 x war er zwi­schen 2003 und 2011 Teil­neh­mer bei unse­ren KLB-Bil­dungs‑, Begeg­nungs- und Besin­nungs­rei­sen dabei. Dafür sind wir heu­te noch dank­bar, er war ein gro­ßer Segen für uns. Er berei­cher­te unse­re Fahr­ten mit dem Mor­gen­lob, wir fei­er­ten mit ihm vie­le Got­tes­diens­te und wenn ein zwei­ter Pries­ter dabei war, spiel­te er auf der Orgel. Sein gro­ßer Wunsch, bei mei­nen letz­ten Besu­chen in Hen­gers­berg, noch ein­mal mit uns auf Rei­sen zu gehen, konn­te lei­der nicht mehr erfüllt wer­den. Wir zei­gen Fotos von ihm, vie­le von den Rei­sen ab 2003 als End­los­schlei­fe und las­sen sie auch nach dem Got­tes­dienst noch wei­ter­lau­fen, damit sie jeder anschau­en kann. Lie­ber Lenz, in der Zuver­sicht, dass uns die Stra­ßen wie­der zusam­men­füh­ren, wer­den wir Dich wei­ter auf unse­ren Fahr­ten bild­lich mit die­sem Fal­ter und in unse­rem Her­zen mitnehmen,für dich beten und Dir geden­ken in dem Glau­ben dass es sich im Frie­den unse­res Herrn gut ruht“. — tgoe